Night on Bike 2017 / 22. + 23.07.2017

Anders als im Jahre 2016, haben wir dieses Jahr als Team Fette Kette zwei Mannschaften für das Night on Bike 2017 Rennen in Radevormwald gemeldet. Letztes Jahr war es noch ein 6er-Team mit dem wir den 12. Rang (von 20 Mannschaften) bei der Night on Bike 2016 belegten. Dieses Jahr konnten wir zwei 4er-Teams für das 12h Rennen anmelden.

Nicht nur die Anzahl der Teilnehmer in unserer Mannschaft hat sich verbessert auch die Leistung. Das Team Fette Kette 1 wurde mit einem hervorragenden 10. Platz von 36 Mannschaften belohnt. Das Team Fette Kette 2 belegte Rang 25, Rang 7 in der Mix-Wertung beim Night on Bike Rennen 2017.

 Das diesjährige Night on Bike lässt sich in wenigen Worten beschreiben: Nass, Matschig, Spaß!

Wasser war ein ständiger Begleiter. Entweder von oben, von unten oder aus der Flasche. Anders als im letzten Jahr, war die Sonne nur für wenige Stunden ein Teil des Rennens, was aber die Stimmung nur kurzweilig nach unten drückte. Sobald man wieder auf dem Mountainbike die Trails rauf und runter ballerte, war man wieder eins mit den Elementen und es machte einen riesen Spaß.

Aber es gab auch trockene und sonnige Phasen. Beispielsweise beim Bergzeitfahren. Das traditionelle Bergzeitfahren wurde auch in 2017 am Schweineberg ausgetragen. Die Alm, ein Zuschauer-Hot-Spot, war bestens besucht. Die Bedingungen auf der Strecke perfekt. Es gab wenige feuchte Stellen am Berg, aber das war weniger tragisch. Mein Ziel den Berg unter der besseren Hälfte abzuschließen, ist aufgegangen. Ich konnte meine Trainingszeit noch mal um 8 Sekunden verbessern und fuhr mit einer für mich sehr guten Zeit von 1:10:51 Minuten ins Ziel. Das ist zwar über 20 Sekunden schlechter oder langsamer als der Sieger, Tobias Berg (Glückwunsch! :-)), aber für mich trotzdem ein toller Erfolg. Mit diesem guten Gefühl bestärkt konnte am Samstag, dem Renn-Tag, nichts mehr schiefgehen.

Die Veranstaltung Night on Bike in Radevormwald ist immer etwas ganz besonders. Das Rennen ist geprägt von einer hervorragenden Organisation, aber noch viel mehr von einem enormen Team- und Sportgeist innerhalb des Teams aber auch unter allen anderen Fahrern. Es wird zu jederzeit Rücksicht genommen auf Fahrer die entweder langsamer sind oder aber am Streckenrand liegengeblieben sind. Flankiert wird das ganze durch tolle Zuschauer überall an der Strecke und an den Hotspots wie z. B. an der Alm. Auch in diesem Jahr wurden dort von hunderte von Menschen, die sich quälenden MTBlern, durch tossenden Beifall den berühmt berüchtigten Schweineberg hoch gepeitscht.

Es gab auch in diesem Jahr einige neue Streckenabschnitte. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl musste das Fahrerlager umziehen, so dass hierdurch schon eine andere Streckenführung die Folge war. Vom Start weg ging es über ein paar Meter Asphalt auch schon auf die ersten Wiesen und über einen Trail in den Wald. Dieser neue Abschnitt war eigentlich eine super Sache, aber durch das neu angelegte Fahrerlager, war der Berg am Altenheim eben nicht der letzte Anstieg auf der Runde, sondern der Trampelfahrt und Anstieg nach dem „Pump-Track“. Dieser Berg war weniger dunkel und lang wie der Schweineberg. Er sah auch anfangs irgendwie unscheinbar aus, aber nach 12 km durch Wald und Matsche, war dieser kleine fiese Anstieg einfach nur noch die Hölle. Nach wenigen Stunden und viel Nass von oben, war die Wiese einfach nicht mehr befahrbar. Die Traktion des Hinterreifen lies oft zu wünschen übrig und man empfand den Berg teilweise als schlimmeres Hindernis als den Schweineberg.

Deshalb bin ich der Meinung, dass auch dieser Anstieg einen Namen verdient hat. Das erste Team-Camp, welches man von diesem Berg aus sehen konnte, war das Team Wadenkrampf. Der Anstieg sollte also Wadenkrampf  heißen.

Ansonsten gab es vor dem Schweineberg im Waldstück zwischen Hulverscheidter und Siepener Bach eine geänderte Streckenführung, die ich jedoch für mein Empfinden für sehr gelungen empfunden habe. Die Strecke dort ließ sich hervorragend fahren und der schönste Teil der Strecke.

Alles im Allen war ein ein gelungenes und erfolgreiches Rennen. Für die Night on Bike 2018 habe ich mir vorgenommen das 24h Rennen als Einzelfahrer zu bestreiten.