Helmlampe Lupine Piko R 4 – Standardlampe oder Erweiterung zur Lenkrad-Beleuchtung

 

Ich habe hier auf Rund ums Mountainbike bereits die Beleuchtung aus dem Hause ZNEX beschrieben. Insbesondere die ZNEX OM3 in Verbindung mit dem ZNEX notstrom Akku ist eine tolle und erstklassige Grundausstattung. Es kann jedoch für den ein oder anderen Sinn machen, zusätzlich auf dem Helm eine zweite Leuchte zu integrieren. Gerade wenn man viel und länger in der Dunkelheit unterwegs ist oder wenn einem einfach ein LED-Scheinwerfer zu wenig ist, macht es Sinn die Front-Beleuchtung um ein weiteres Leuchtmittel zu erweitern.

Lupine Piko R 4 Helmlampe
Lupine Piko R 4 Helmlampe

Der Vorteil einer Helmlampe ist, dann man den Bereich ausleuchten kann, in dem man guckt. Anders als bei Leuchten die am Lenker befestigt sind, kann man auch Dinge hell erleuchten lassen, in die man nicht fährt. Das ist eben der Nachteil der Beleuchtung am Lenker, hier wird z. B. in einer Kurve der Bereich erst ausgeleuchtet, wenn man schon vollständig in die Kurve eingefahren ist, dass kann unter Umständen zu spät sein. Dadurch dass man den Kopf bereits vorher in den Kurvenbereich legen kann, sieht man vorher wohin man fährt. Der Nachteil an einer Helmlampe ist, dass dadurch ein weiteres Akkupack notwendig wird welches man zwangläufig in einem Rucksack verstauen muss. Die Kabel sind meist lang genug, aber nicht so lang, dass man den Akku am Rahmen befestigen kann. Das macht aus Gründen des Komfort und der Sicherheit auch keinen Sinn.

Wie bei der Lenkrad-Beleuchtung gibt es bei den Helmlampe viele verschiedene Anbieter und Preisklassen.

Zunächst möchte ich die Lupine Piko R4 aus dem Hause Lupine vorstellen. Sie ist mit ca. 1.500 Lumen ausgestattet und hat damit zum Vergleich 600 Lumen mehr in Peto, wie z. B. die OM3 von ZNEX. Ihre Leuchtreichweite beträgt ca. 200 Meter. Mit einem Gewicht von ca. 200 g ist die Lupine Piko R4 zwar kein Leichtgewicht, jedoch bemerkt man die zusätzliche Lampe nach kurzer Eingewöhnungszeit nicht mehr auf dem Kopf bzw. Helm. Der Akku befindet sich an der hinteren Seite des Helmes und balanciert damit optimal die Piko R4 aus.

Ein weiteres erstklassiges Feature der Firma Lupine aus der Oberpfalz bei der Piko R4 ist, dass die Lampe mit einer Bluetooth-Schnittstelle auffährt. Dadurch lässt sich die Lampe entweder per Smartphone steuern, oder aber mit der im Lieferumfang enthaltenen Bluetooth Remote-Fernbedienung.

Im Lieferumfang ist der Akku, Lampe, Ladegerät, Helmbefestigung, Inbusschlüssel und Bedienungsanleitung enthalten. Die Lupine Piko R4 ist hervorragend und aus einem Stück gefrästen Aluminium gefertigt. Sobald man die Lampe in die Hände nimmt fällt einem die gute Verarbeitung und die angenehme Haptik auf. In der Mitte der Lupine Piko R4 sind Kühlrippen verbaut, die ein überhitzen der Helmlampe verhindern sollen.

Lupine Piko R 4 Helmlampe
Lupine Piko R 4 Helmlampe

Theoretisch kann jede der beiden LED 1.100 Lumen erzeugen. Nach FL1-Standard wird aber für die Lampe jedoch nur 1.500 Lumen angegeben. Ebenfalls auf der oberen Seite der Lupine Piko R4 ist ein Druckknopf verbaut, der neben dem An- und Ausschalten auch für die Aktivierung der Bluetooth-Verbindung und als Status-Anzeige dient. Auf der Rückseite der Lampe befindet sich hinter einer Kunststoffabdeckung die Bluetooth-Verbindung sowie die Platine. Wie auch schon das hier vorgestellte Modell OM3 der Firma ZNEX ist die Lupine Piko R4 nach IP68-Standard staub- und spritzwassergeschützt.

Die Verkabelung zwischen Lampe und Akku bzw. Ladegeräte ist solide verarbeitet. Lupine vertraut auf ein breites Kabelsystem, wodurch zusätzlich Wärme absorbiert wird. Die Betriebstemperatur gibt der Hersteller von -40° bis +80° Celsius an. Die Verbindung zwischen Lampe und Akku ist durch eine typische Steckverbindung unterbrochen. Der Akku besteht aus Zellen der Firma Panasonic des Typs NCR18650B. Laut Hersteller zeichnet sich der Akku durch Langlebigkeit und eine geringe Selbstentladung aus. Die Selbstentladung liegt laut Lupine bei jährlich max. 10 %. Durch die integrierte Schutzschaltung ist gewährleistet, dass der Akku einen Kurzschluss erleidet sowie das Über- und Unterspannungen entstehen.

Lupine Piko R 4 Helmlampe
Lupine Piko R 4 Helmlampe

Zur eigentlichen Leistung der Lampe braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Wie bei allen Modellen aus dem Hause Lupine ist die Piko R4 ein absolutes Topmodell. Mit 1.500 Lumen leuchtet man die Straße oder die Waldautobahn hervorragend aus. Die Reichweite sowie die seitliche Ausleuchtung sind mehr als zufriedenstellend. Unter voller Last hält der Akku ca. 90-100 Minuten, je nach Umgebungstemperatur. Bei der Leuchtstufe 2, das entspricht ca. 50 % der Leuchtleistung, lässt sich die Akkudauer auf ca. 190-200 Minuten erhöhen. Der Akku ist innerhalb von 3 Stunden wieder komplett geladen.

Fazit

Mit der Piko R4 ist der Firma Lupine ein wirklich guter und vor allem weiter Wurf gelungen. Die LED-Lampe überzeugt in allen Belangen. Der Preis der Lupine Piko R4 ist sicherlich stattlich, dafür erhält man aber ein Spitzenmodell mit Bluetooth-Funktion und Steuerung über den Lenker. Die Verarbeitung der Lampe ist hervorragend und verspricht bei gutem Umgang eine lange Lebensdauer. Ob als Zusatzlampe oder als Standardleuchte, mit der Lupine Piko R4 fährt man nicht im Dunklen.

Technische Daten:

  • Hersteller: Lupine
  • Modell: Piko R4
  • Leuchtmittel: 2x Cree XM-L2 U4
  • Leuchtkraft: ca. 1.500 Lumen / 944 Lux
  • Leuchtstufen: 6
  • Sondermodus: SOS, Alpines Notsignal, RVLR
  • Leuchtdauer: unter Volllast ca. 90 Minuten
  • Material: CNC gefrästes Aluminium 6061-T6, shot-peen, hart anodisiert
  • Schutzklasse: IP68 (staub- und wasserdicht)
  • Abmessungen: Lampe 34x42x25 mm / Akku 79x41x30 mm
  • Gewicht: Lampe 66 g / Akku 134 g / Gesamt 200 g
  • Status-LED: ja
  • Akku-Kapazität: 3.300 mAh
  • Akku-Schutzschaltung: integriert, Abschaltung bei Kurzschluss, Über- und Unterspannung