Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Der Kärcher OC 3 ist ein Niederdruckreiniger, kein Hochdruckreiniger, und für den mobilen Einsatzbereich gedacht. Ob im Garten, vor dem Haus oder unterwegs. Den Mobilen Outdoor Cleaner OC 3 von Kärcher kann man dank Akku und Wassertank überall mit hinnehmen. Theoretisch und praktisch kann man damit alles reinigen, was einem einfällt. Von Auto-Felgen, Hausfassaden oder Garagen(-Tor). Da ich auch einen Wohnwagen besitze, bieten sich hierfür auch einige Einsatzmöglichkeiten an. Das schöne, was mir besonders jetzt in der kalten Jahreszeit aufgefallen ist, woran ich im 1. Moment gar nicht gedacht habe, ist, dass man mit dem Kärcher Outdoor Cleaner völlig autark und unabhängig ist. Sobald die Tage dunkler und kälter werden und der erste Frost droht, drehe ich meinen Außenwasseranschluss ab, damit die Leitung nicht einfriert. Den Kärcher Outdoor Cleaner OC 3 habe ich im November bekommen, da war mein Wasser schon abgedreht. Nach einer ordentlichen Matsch-Tour mit mein Canyon Nerve wollte ich selbiges gleich reinigen. Als ich dann auf der Terrasse stand, musste ich feststellen, dass ich gar keinen Schlauch und Wasser mehr habe. Da war ich froh, dass ich schon den mobilen Outdoor Cleaner von Kärcher hatte. Gott sei Dank, war der Akku sogar noch etwas aufgeladen und ich konnte nach der ersten Füllung des 4 Liter Wassertanks sofort loslegen. Bevor ich aber jetzt näher auf die Funktion und das Ergebnisse eingehe, möchte ich kurz die technischen Details beleuchten.

Technische Daten Kärcher Outdoor Cleaner OC 3

  • Wassertank 4 Liter
  • Druck 0,5 Mpa
  • Schlauchlänge ca. 2,8 mtr.
  • Akku 6V Lithium-Ion
  • Akkulaufzeit ca. 15 Minuten
  • Gewicht leer ca. 3,5 kg (mit gefüllter Bike Box)
  • Gewicht voll ca. 6 kg
Im Dauereinsatz: Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Die erste Reinigung mit dem Kärcher Outdoor Cleaner OC 3 war wirklich eine Feuertaufe. Es war nach einer ausgiebigen Tour auf der Halde Hoppenbruch und Halde Hoheward. Von oben war es zwar trocken aber der Boden war weich und matschig. Ich hatte also ordentlich Schlamm und Dreck am Mountainbike. Positiv für mich ist der angenehme und in meinen Augen völlig ausreichende Betriebsdruck (5 bar) des Kärcher OC 3. Der Niedrigdruckreiniger bringt mit seinem 6V Lithium-Ion Akku so viel Druck auf, dass man den groben Dreck mühevoll absprühen kann. Der Strahl ist am Anfang recht schmal und „stark“ und fächert zum Ende hin immer weiter auf. Ich schätze, dass man ca. 2,5-3,0 Meter weit sprühen kann. Positiv war, dass der Akku für die erste Reinigung ohne das ich ihn vorher geladen habe, ganze drei komplette Füllungen „gehalten“ hat. Ich habe also den Tank insgesamt drei Mal auffüllen müssen, um das Rad sauber zu bekommen. Zugegeben, es war dann wirklich sauber, vom Lenker und Sattel bis zu den Reifen, war kein Dreck mehr zu sehen. Den groben Dreck hätte ich sicherlich auch mit einer Füllung, maximal zwei runter bekommen, aber ich wollte den ersten Versuch komplett ausnutzen. Das heißt aber auch, wenn man mit dem mobilen Outdoor Cleaner von Kärcher mal unterwegs ist, kann es mit Sicherheit nicht schaden, wenn man einen Wasserkanister zum Nachfüllen dabei hat. Der Akku hält jedenfalls, um ca. 30 Liter Wasser ohne erneutes Aufladen zu verarbeiten.

Ausreichend Druck: Der Niederdruckreiniger Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Der OC 3 von Kärcher ist ordentlich und in der von Kärcher gewohnten Qualität verarbeitet. Es gibt weder scharfe Kante noch klapprige Teile. Der Outdoor Cleaner wurde schlicht und einfach konstruiert, was ich an dieser Stelle sehr begrüße. Es gibt keine unnötigen Halter, Schalter und Teile, die bei der Reinigung stören (können). Wenn man sich neben dem Kärcher Outdoor Cleaner noch die Bike Box kauft, wird diese durch zwei einfache Kipphebel am Boden des Cleaners befestigt. Der Haltegriff ist gleichzeitig der Verschluss vom Wassertank zum mittleren Element in dem der Akku und der Schlauch verbaut sind. Der Haltegriff ist in zwei Griffe unterteilt wovon man einen nach unten wegklappt um den Verschluss zwischen dem oberen und mittleren Element zu öffnen. Im mittleren Element hat man die Möglichkeit den Schlauch samt Düse zu verstauen.

Die kompakte Bauweise ermöglicht zusätzlichen Stauraum: Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner
Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

An der Front befindet sich der AN/AUS-Schalter. Dieser leuchtet grün, sobald das Gerät AN ist. Neigt sich der Akku dem Ende entgegen, fängt dieser an zu blinken. Unter dem Druckknopf ist hinter einer Gummi-Verschlusskappe der Eingang für das Ladekabel. Das Gerät kann während des Ladens nicht benutzt werden. Der Kärcher Outdoor Cleaner kann ausschließlich im Akkubetrieb verwendet werden. Mit einer Akkulaufzeit von 15 Minuten ist das aber völlig ausreichend. Der mini Kärcher hat ein handliches und kompaktes Design (im übrigen passt er zum Nachfüllen locker in eine Küchenspüle)  und wiegt mit vollem Wassertank ca. 6 kg. Was auf der einen Seite ein Vorteil ist, denn dadurch lässt er sich bequem tragen und muss bei der Reinigung nicht abgestellt werden.

Quadratisch, praktisch, leicht: Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Der Schlauch hat zwar eine ausreichende Länge, sobald man aber die Seite vom Fahrrad wechselt, ist der Schlauch meistens zu kurz. Deshalb trage ich den Kärcher OC 3. Was, wie gesagt, einerseits vorteilhaft ist, ist auf der anderen Seite ein Nachteil. Der Wassertank ist mit 4 Liter Füllmenge recht bescheiden. Zu der Verteidigung muss ich gleich zu Anfang sagen: Die Testbedingungen sind extrem hart. Ich teste den Kärcher Outdoor Cleaner jetzt seit November, gefühlt kann ich mich an keine Tour erinnern, in der der Boden auch nur ansatzweise trocken war. Was ich sagen will: Wenn man im Moment in den Wald fährt, ist nach 30 Minuten das Mountainbike so dreckig und schlammig, dass man auch fast gar keine Chance hat, das Bike wieder normal sauber zu bekommen oder mit nur 4 Litern.

Das ganze Mountainbike ist von oben bis unten so matschig, dass man alleine für die Reinigung des Antriebes eine ganze Wassertankfüllung benötigt. Ich denke, wenn man in der normalen Saison zwischen April und Oktober fährt und der Untergrund auch mal die Chance bekommt über mehrere Tage abzutrocknen, kommt man vielleicht auch mit einer Wasserfüllung aus. Derzeit muss ich aber mit min. 2 in schlimmen Fällen auch mit 3 Nachfüllungen rechnen. Es gibt Hersteller, die mit einem Wassertank von 20 Litern auftrumpfen. Damit hat man sicherlich keine Probleme, dass man hier Wasser nachfüllen muss, jedoch leidet hierbei auch ganz stark die Mobilität. Den Reiniger nimmt nicht jeder locker flockig in die linke Hand und läuft damit freudig um sein Mountainbike. Ich finde ein gesunder Mittelweg wäre hier die richtige Lösung. Deshalb würde ich mir für ein zweites Modell von Kärcher einen Wassertank von 6 Litern wünschen.

Müheloses reinigen: Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Bei dem Testgerät habe ich von Kärcher die Bike Box zur Verfügung gestellt bekommen. Inhalt ist eine Bürste als Alternative zur Standard-Düse, ein Mikrofasertuch und ein Fahrradreiniger. Zum Inhalt gibt es eigentlich nicht viel zusagen, den ich bin ehrlich: Die Bürste habe ich nicht getestet. Sie ist mir einfach zu hart und leider assoziiere ich damit immer eine Toilettenbürste. Ich würde der Bürste ein anderes Design verpassen und die Borsten deutlich weicher machen. Oder besser noch: zwei Bürsten. Denn wenn man wirklich mal eine harte Bürste braucht, dann für die Kassette und die Kurbel. Hier jedoch müsste die Bürste deutlich schmaler sein, so dass man auch zwischen die einzelnen Kettenblätter kommt.

Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Der Schmutz an einem Fahrrad ist nie wirklich so hart, dass man ihn runterbürsten müsste. Alleine wenn man das Fahrrad einmal „eingeweicht“ hat, würde es ausreichen, wenn man mit einer weichen Bürste etwas nachhelfen könnte. Ein Mikrofasertuch ist Geschmackssache. Im Sommer lasse ich meine Bikes in der Sonne trocknen, wenn man einen Fahrradreiniger verwendet gibt es keine hässlichen Wasserflecken. Im Winter stelle ich meine Räder in den Heizungskeller zum Trocknen. Auch an dieser Stelle bin ich ehrlich: Ich bin faul, ich mache mein Fahrräder sauber, aber ich muss sie im Anschluss nicht noch mit einem Tuch trocknen. Das einzige was ich trockne, ist die Kette, aber da benutze ich lieber eine alte Socke, da wäre mir das Mikrofasertuch irgendwie zu schade. Der Fahrradreiniger ist klasse. Standardmäßig verwende ich die Produkte von Dr. Wack Chemie. Aber der Car & Bike Reiniger von Kärcher braucht sich nicht hinter den Reinigern von F100 verstecken. Er löst solide den Schmutz ohne dass hässliche Wasserflecken zurück bleiben. Top!

Das Outdoor Cleaner generiert einen ordentlichen Druck

Eigentlich müsste ich jetzt sagen, man könnte auf die Bike Box verzichten, den irgendwie hat man den Inhalt meistens in irgendeiner Form schon, wenn da nicht der zusätzliche Stauraum wäre. Es ist super praktisch, dass man unter dem Kärcher noch eine Box hat, die sich super in das Gerät integriert. Ich würde auch eine kleine Reinigungsflasche reinlegen, aber evtl. auch noch ein Kettenöl und/oder Kettenfett. Ein alter Lappen zum Trocknen der Kette sollte auch nicht fehlen. Bei Bedarf kann man auch Werkzeug oder Ersatzteile reinlegen.

Macht zu jeder Jahreszeit eine gute Figur: Kärcher OC 3 Mobiler Outdoor Cleaner

Fazit

Alles im Allem kann ich den Kärcher OC 3 Outdoor Cleaner wärmstens empfehlen. Mit der Reinigungsleistung bin ich mehr als zufrieden. Der Luxus völlig autark und „mal eben“ etwas (es muss ja nicht immer ein Mountainbike sein) reinigen zu können, ist gerade für diejenigen, die wie ich einen Außenwasseranschluss haben, der im Winter abgedreht ist, ein echter Vorteil. Aber auch für alle die, die gar keine Möglichkeiten haben, mit einem Wasserschlauch ihr Fahrrad zu reinigen. Ein Garagenhof, eine Wiese oder ein Bürgersteig findet sich überall. Mit einem Handgriff ist der Kärcher im Auto und man kann ihn überall mit hinnehmen. Wenn man also mal in einen Bikepark fährt und danach das Rad wieder ins Auto packen muss, kann man es auch eben schnell noch „abkärchern“. Für mich ein absoluter Pluspunkt. Die Bedienung ist kinderleicht. Einmal aufgeladen hält der Akku locker 15 Minuten, der Wassertank ist mit 4 Litern nicht gerade üppig, dafür lässt sich der Kärcher OC 3 aber bequem mit einer Hand tragen. Durch die Bikebox erhält man noch einen guten Fahrradreiniger, ein Mikrofasertuch und eine Bürste dazu. Den Reiniger kann man gut gebrauchen, ob man das Tuch und die Bürste wirklich braucht, kann jeder selber entscheiden. Den durch die untere Box gewonnen Platz finde ich jedoch sehr praktisch, da man diesen auch für andere Dinge nutzen kann, z. B. Werkzeuge, Öl und Fett.

Schade, dass ich das Gerät wieder zurückgeben muss. Aber ich werde mir sicher bald einen eigenen kaufen!