Dirtsuit Black Edition von dirtlej

Seit der letzten Eurobike im August 2017 wünsche ich mir einen dirtsuit von dirtlej. Ich habe, wie wahrscheinlich viele einige Video von der Eurobike auf YouTube geschaut. In einem der Videos von Leo Kast bin ich dann bei dem Messestand von Dirtlej total ausgeflippt. Ich fahre schon seit einigen Monaten, ach seit Jahren, mit einer alten Wanderjacke von Jack Wolfskin und einer herkömmlichen Radler-Hose durch die Gegend. Bei der Radler habe ich dann meistens noch eine Shorts darüber, wenn ich nicht gerade bei einem Marathon-Rennen bin. Bei dieser Kombination hatte ich bisher immer zwei Mankos. Die Hose gefiel mir einfach nicht, weil es keine Mountainbike-Shorts war. Der Schnitt war unpassend und der Stoff zu wabbelig. Irgendwelche Funktionen? Fehlanzeige! Die Funktionsjacke von Jack Wolfskin war am Anfang noch echt ok, sie war wasser- und windfest. Atmungsaktivität war schon immer eine Schwäche und ich habe es durch das Waschen in der Waschmaschine, und ja ich muss zu meiner Schande gestehen, auch hin und wieder mit herkömmlichen Waschmittel, nur noch verschlimmert. Am Ende war die Jacke also komplett fertig mit der Welt, weder wasserdicht noch atmungsaktiv. Ich habe nach ca. 30 Minuten #bike2work so dermaßen in der Jacke geschwitzt, dass es total unangenehm war und das bei Temperaturen auch im einstelligen Bereich. Es ist also schon seit längerer von Nöten gewesen, sich ein neues Outfit anzulegen.

Dirtsuit Black Edition von dirtlej

Der Zufall wollte es also, dass ich mich unsterblich in die neuen dirtsuits von dirtlej verliebte. Ich fand die Erläuterungen von Lena in dem Video von Leo Kast total authentisch, praxisorientiert und durchdacht. Alles machte einen Sinn. Angefangen von den Shorts, die es in drei verschiedenen Ausführungen gibt, bis hin zu den dirtsuits in der classic, core, light und black editions. Nicht zu vergessen die Bike protection Produkte, die die ersten Produkte aus dem Hause dirtlej in Wittlingen sind bzw. waren.

Dirtsuit von dirtlej – dirven by trails

Ich könnte jetzt stundenlang schreiben, warum ich, nachdem ich letztendlich das Produkt meiner Begierde gefunden habe, immer noch fast vier Monate gebraucht habe, um den dirtsuit zu kaufen, aber diese quälenden Stunden des Gehirn zermartern erspare ich euch. Kürzen wir es ab und belassen wir es darauf, dass ich erst sparen musste um mir den dirtsuit dann selber zum Geburtstag zu schenken.

Einen Tag vor meinem Geburtstag kam dann das Paket von dirtlej mit einem dirtsuit in der black edition und einer persönlichen Weihnachtswidmung von Jan bei mir zu Hause an. Ich total happy und aus dem Häuschen. Ich erwähne jetzt nicht, dass wenige Tage zuvor total deprimiert, den gleichen dirtsuit in Größe M wieder Retoure schicken musste. Egal. Jetzt war das gute Stück endlich da und mein etwas in die breite geratender Körper passte nun herein.

Ride dirty oder no more excuses – Dirtsuit

Technisch ist die black edition vergleichbar mit der classic edition des dirtsuits. Lediglich die core edition kann mit einigen Features und einer größeren Wassersäule und Atmungsaktivität aufwiegen. Aber grundsätzlich hat der dirtsuit black edition eine 10.000 mm Wassersäule und eine 10.000 mvp Atmungsaktivität. Das Material ist außen aus 85% Polyamide und 15% Polyester, innen aus 100% Polyester. Die Taschen sind allesamt wasserdicht, wovon es zwei Hosentaschen gibt, eine Brusttasche innen und außen sowie eine am linken Ärmel. Es gibt auch zwei Gesäßtaschen, die sind jedoch nicht wasserdicht, weil dort nur ein Klettverschluss vernäht ist. Des Weiteren hat der dirtsuit sechs verschiedene Lufteinlässe, sogenannte air inlets, die z. B. an den Oberschenkeln und Oberarmen sowie im Tailenbereich geöffnet werden können, was für zusätzliche Zugluft sorgt. Über den gesamten oberen Rücken verläuft ein Luftschlitz der für eine angenehme Luftzirkulation im Rückenbereich sorgt, auch wenn man einen Rucksack trägt. Zusätzlich sind alle Nähte des dirtsuits verschweißt und die Reisverschlüsse sind wasserdicht. Einziges Manko der black edition zur z. B. core edition ist, dass man die Kapuze nicht einrollen kann. Diese kann aber ebenfalls bei Bedarf über den Helm gezogen werden und bietet dann einen guten Schutz gegen Wind und Regen. Die Kapuze liegt seitlich am Kopf eng an, sodass sich keine Zugluft bildet. Der Kragen schließt knapp oberhalb des Kinns ab. Dadurch bleibt der Hals und das Kinn ebenfalls vor den widrigen Wetterbedingungen geschützt.

Wasserdichte Reißverschlüsse: Dirtsuit Black Edition

Ich bin jetzt seit dem ich den dirtsuit bekommen habe, ein halbes Dutzend damit gefahren. Unter anderem bin ich bei strömenden Regen #bike2work damit gefahren aber auch beim Matsch und Schlamm durch die Wälder. Also ich muss wirklich sagen, dass ich damit total zufrieden bin. Der dirtsuit hält was er verspricht. Wenn man sich vorstellt, dass ich beim #bike2work ca. 35 Minuten durch den strömenden Regen fahre und ich eigentlich komplett Trocken auf der Arbeit ankomme und sich innerhalb des dirtsuits kein Schweiß an der Innenwand des dirtsuits gebildet hat. Die einzige Stelle, die den Wassermassen, und es waren wirklich viele (hinten fahr ich ohne Schutzblech, hoch geschleudertes Wasser kommt zusätzlich hinzu), nicht standhalten konnte, war am Gesäß. Aber wenn man überlegt, dass durch das Hinterrad durch das Fehlen eines Schutzbleches Unmengen an Wasser hochgeschleudert wurde und zusätzlich das Wasser vom Rucksack runtertropft, dann ist das schon enorm. Fairerweise muss man sagen, dass es auch „nur“ eine 10.000 mm Wassersäule ist. Das ist schon viel und reicht ja unter normalen Umständen (z. B. wenn ich mir ein Schutzblech hole) völlig aus. Deshalb ist das für mich kein Nachteil oder negative Punkt. Erstaunlich finde ich auch, wie windabweisend der dirtsuit ist. Anfangs bin ich noch mit langer Radlerhose, Funktionsshirt und Weste unter dem dirtsuit gefahren. Das ist bei ca. 10° C viel zu warm, aber auch bei ca. 5° C. Bei 5°C reicht es aus, wenn man nur das Funktionsshirt und eine lange Radler, wobei die meisten innen noch mit Flies gefüttert sind, oder eine kurze Radler mit Beinlingen. Diese Kombination bevorzuge ich, da man damit wesentlich flexibler ist, wenn es bei einer längeren Tour z. B. wärmer wird und/oder die Sonne rauskommt. An besonders kalten Tagen trage ich noch ein Multifunktionstuch, um den Hals zu schützen. Wenn man das aber mal vergisst, kann man wenn es kalt und windig ist, aber nicht regnet, die Kapuze aufziehen, da dann dadurch ersten weniger wärme über den Kopf verloren geht und zweitens der Hals gut durch den hohen Kragen des dirtsuits geschützt wird. Man schränkt dann zwar etwas die Bewegungsfreiheit ein, weil der Kopf sich nicht mehr so gut drehen lässt, aber das ist verständlich und absolut vertretbar.

6 sogenannte air inlets sorgen für ausreichend Luftzirkulation

Natürlich kann man den dirtsuit bei 30° C in der Waschmaschine waschen. Da es sich um Funktionsmaterial handelt sollte man zwingend Waschmittel für Funktionsmaterial verwenden. Ich habe aber für mich entschieden, dass ich den dirtsuit nie in die Waschmaschine werfen werde. Meine Waschvorschläge sind: In die Badewanne legen und mit der Hand oder einem weichen Lappen den Schmutz entfernen oder den dirtsuit in der Dusche mit lauwarmen Wasser abbrausen. Da ich mir die letzte Jacke wahrscheinlich durch die Waschmaschine versaut habe, möchte ich bei dem dirtsuit kein Risiko mehr eingehen. Der dirtsuit ist einfach zu teuer um ihn durch unsachgemäße Reinigung frühzeitig zu zerstören. Dies kann ich auch nur jedem wärmstens empfehlen.

Große Lufteinlässe unter den Armen: Dirtsuit Black Edition

Der dirtsuit ist zwar aus langlebigen und robusten Materialien hergestellt worden, aber wenn man damit ordentlich Mountainbike-Touren macht und z. B. oft einen Rucksack trägt, dann wird das Material genug beansprucht. Dann braucht man dieses nicht noch durch einen Waschmaschinentrommel zu jagen.

Ich für mich bin jedenfalls total happy, dass ich endlich den dirtsuit habe. Gerade jetzt im Winter oder in den Übergangszeiten zum Frühling und Herbst wird der dirtsuit in der black edition mein treuer Begleiter sein. Jetzt brauche ich nur noch eine ordentlich Short für den Sommer und eine Regenjacke oder den dirtsuit light, um auch im Sommer bei höheren Temperaturen gegen plötzlich wechselndes Wetter gewappnet zu sein.

Bitte entschuldigt noch die Qualität der Bilder. Dies sind die ersten Aufnahmen, teils in Aktion, die ich mit dem dirtsuit gemacht habe. Sobald das Wetter wieder etwas stabiler und planbarer ist, mache ich wieder schönere und detailreichere Bilder in der gewohnten Qualität.